das interview war ja ganz interessant, aber mich hatte die frage nach der trennung vom rmb-duo schon höllisch interessiert, und die antwort schleicht sich irgendwie hintenrum vorbei wenn ihr mich fragt… warum wird diesbezüglich nicht mal tacheles geredet?
wenn ich jetzt nochmal i-wo lesen muss, dass die songs “allesamt deutlich erwachsener” klingen, dann verzichte ich künftig auf die lektüre solcher interviews! das ist eine total subjektive und haltlose behauptung (sofern sie sich nicht auf die technische seite beziehen sollte), die mir bis heute nie jemand stichhaltig begründen konnte mit überzeugenden argumenten, die so eine feststellung im vergleich zu früheren stücken rechtfertigen würden
weiterhin sollte das album kompromisslos und frei von jeglichen äußeren einflüssen werden, im gleichen atemzug wird jedoch gesagt, dass die zeit für rave “seit spätestens Ende der 90er einfach vorbei” sei, was der gund sei, weshalb sich rolf von dieser art elektronischer musik distanziert - das ist doch ein widerspruch in sich, denn damit orientiert man sich natürlich ganz klar an äußeren umständen und von kompomisslos kann damit keine rede mehr sein. außerdem erscheint mir das nach wie vor als ausrede, denn eigentlich geht es dabei ja nur um trotz den “undankbaren” rave-fans gegenüber, die die neue “erwachsene” musik nicht genug wertschätzen…
das interview soll für toleranz und offenheit im markt elektronischer musik plädieren, aber eine prägende richtung wie rave einfach konsequent auszuklammern und aufgrund der marktumstände keines blickes mehr zu würdigen, ist meiner meinung nach ganz klar auch eine “unglaubliche Verschwendung des Potentials elektronischer Musik”. das macht das ganze für mich doch in gewisser weise unglaubwürdig
mir gefällt das neue album sehr und ansonsten ist das interview auch sehr interessant, aber mir fallen bei jedem interview die immer selben logischen lücken auf, die ich mal kurz ansprechen wollte. wenn man engstirnigkeit und trendproduktion anprangert, sollte man dies auch selbst mal durchziehen, sonst wird sich nix ändern in naher zukunft
Rave war und ist klanglich einfach ein Extrem. Zudem waren aber auch der Grossteil (!) der rave Sachen musikalisch extrem… überschaubar…
Dieses Extrem war für mich mit 15 Jahren neu und begeisternd. Aber wenn man das fast ein Jahrzehnt lang in seine Songs einfliessen lässt reicht es auch - finde ich
Es gibt ja auch jetzt noch harte elektronische Sachen die ich geil finde (Amon Tobin, Clark) aber eben nicht mehr so etwas was auf Compilations mit “rave” im Titel vorkommt…
Offen und tolerant sollte auch nicht heissen, dass ALLE Musikstile in meine Musik einfliessen… Wo kämen wir denn da hin, wenn ich auf einmal minimal Songs machen würde
Ich denke auch, dass jemand mit 40 nicht die gleiche mag und macht wie jemand mit 20. Ob man das “erwachsener” nennt oder ruhiger oder sonstwie - aber das musst auch du zugeben funboy, dass du höchstwahrscheinlich in 10 Jahren nicht dieselbe Musik hören wirst wie jetzt oder vor 5. Das gilt natürlich nicht nur für´s Hören, sondern auch fürs Musizieren.
Sicher gibt es einige, die immer die gleiche Musik machen. Aber wie gesagt, ist das dann immer das gleiche.
Ach ja, und mal davon abgesehen, ist s natürlich das gute Recht jedes Menschen, auf Manche Dinge einfach grad keinen Bock mehr zu haben. Ich weiß ja nicht, ob Rolf damit sagen will, dass seine alten Sachen schlecht sind.
Also die Rave-Zeit war geil, aber ist nun mal schlichtweg seit längerem vorbei. (interessanter Weise eingeleitet meiner Meinung nach bzw. rapide beigetragen dazu hat Robert Miles mit “Children”..denn da begann die “langsame” Pianophase und ab da an gabs die Nachahmer und ob des Megaerfolges wurde das Rave-Ende eingeleitet… so zumindest mein persönliches empfinden, auch wenn es so nicht gewesen wäre…
Aber: Ich persönlich finde, dass man Rolfs ureigene Soundrichtung dennoch auch heute noch bei den neuen Songs heraushört. Vielseitig, vielschichtig, überraschend. (Im Gegensatz zu “Evolution”, welches für mich gar nicht mehr nach Rolf bzw RMB klang, weil zu “normal”… dem Trend angepasst - wenn auch nicht schlecht.)
Ich fand immer, RMB hat während der Rave-Zeit immer durch besondere Samples und Soundvariationen binnen eines Tracks überrascht. Jeder wußte bei den Songs, welche extrem energiegeladen waren gleich: “Ah, das ist RMB”. Und genau dieses finde ich auch heute noch bei “13 Stories”. Variantenreich, unerwartet…. nur eben halt paar bpm’s weniger. Rolfs Style hört man definitiv wieder heraus.
Verleugnen kann und will Rolf garantiert nicht seine Rave-Vergangenheit, ich denke mal eher, dass er darauf Stolz ist und es auch sein kann
Und eigensinnig hoffe ich, dass es weitere neue Songs später geben wird… ggf wieder mit bissi mehr Bumms *gg*
verstehen kann ichs ja eh, keine frage. und ich gebe gern zu, dass ich heute auch andere musik höre als zu der zeit, genau wie ich in weiteren 5 jahren wohl wieder andere richtungen hören werde. aber nach 13 stories und evolution denke ich für mich persönlich entdeckt zu haben, dass es tatsächlich die geschwindigkeit war, die die ganzen aufwändig arrangierten melodien so hervorstechen ließ. ich habe oft drüber nachgedacht, woran es liegen könnte, dass mich die melodien eben z.b. von 13 stories bei weitem nicht mehr so umhauen…das muss doch nen grund haben, dachte ich, und es liegt wohl wirklich an den bpm´s
inwiefern da jedoch tatsächlich ein zusammenhang zwischen dem herausstechen von melodien und den bpm liegt, kann ich nicht kompetent beurteilen, dafür bin ich zu wenig aktiver musiker, sondern vielmehr passiver hörer, der das ganze auf sich wirken lässt. deshalb war für mich seit jeher auch immer die wirkung und weniger die ausgefeilte technik hinter den stücken wichtig
in 13 stories hört man rolf und seine typischen elemente, wie er selber eben auch sagt, diese kombination von melodiösen und energetischen teilen und auch diverse “schräge” sounds! deshalb gefällts mir natürlich auch, ich hörs oft im auto rauf und runter aber im direkten vergleich sind diese elemente eben so zurückhaltend, sparsam eingesetzt…
rave ist ein extrem, das kann man wirklich nicht bestreiten. aber oft denke ich mir auch, dass es vielleicht nötig ist, einen extremen weg zu gehen, wenn man dem dance/techno-markt wieder aufschwung verleihen will.
aber wie gesagt, so lange wie rolf diese musik schon macht (hab i-wo vor kurzem gelesen, dass er bei nautilus tatsächlich erst 17 (!) jahre alt gewesen ist ), kann man es auf der anderen seite auch sehr gut verstehen, wenn man einfach mit der zeit andere musik kreieren will. wahrscheinlich vergisst man als fan diese lange zeitspanne einfach oft und froh bin ich allemal, dass rolf überhaupt noch musik produziert, v.a. auf so einem unabhängigen weg. sowas beeindruckt nach wie vor
habt Ihr denn eigentlich nichts von nurave gehört?
ravesounds erobern seit Monaten die USA. Es gibt total viele rave-elemente in aktueller RnB und Popmusik, schon alleine Timbaland wertete zahlreiche Mixe mit sehr gewöhnlichen uns EU Bürgern bekannten Sounds auf.
RMB würde heutzutage wieder richtig durchstarten. Wie ich in einem Farid Post gelesen habe, hat er diverse Anfragen aus den Staaten von sehr dicken Produzenten die gerne einige der 90er Titel neu auflegen wollen.
und so gesehen solltet Ihr genau andersherum diskutieren. Rolf erwähnte doch hier seine Gabber und Ravesachen die er ohne F. gemacht haben soll. Durch die Zusammenarbeit mit Farid wurde das gemeinsame Musikgenre mehr und mehr zu Lasten des Gabbanteils erweitert. Ich habe noch ein Interview auf Tape wo Rolf 2001 bei DasDing SWR davon spricht, daß Widescreen und MH ein langer Kampf vorausging in dem er alles was mit Breakbeat, Ambient oder Trip Hop zu tun hatte “gezumpel” nannte. O-Ton Rolf. Er sagt dann, dass er musikalisch immer etwas hinterherhing und dass man sich eben in einem Projekt gegenseitig weiterbringt. Farid lacht dann kurz und bestätigt es, woraufhin Rolf sagt: naja Du hast damals aber auch abgefahrene Sachen gehört. Darauf sagt F.: Was denn? Massive Attack und Emilliana Torrini? Rolf: Nein. Dj Shadow und Hiphop. F: das war nur Outkast und The Roots. Und beide lachen. dann macht der Moderator einen Cut.
Also vielleicht hat Rolf mit seiner Solocd nicht unbedingt wirklich etwas neues gebracht sondern vor allem seinen ureigensten Geschmack Geschichte sein lassen? Das muss ja nicht schlecht sein. Was ich gehört habe klang aber zumindest nicht soo innovativ oder neu ohne jetzt überkritisch sein zu wollen.
An alle Raveliebhaber: Rave ist wieder sowas von in. Dj Sets von bisherigen Minimal Djs hauen einen wirklich weg. Ist selbst für diejenigen die die 90er komplett erlebt haben manchmal ein bisschen zu viel.
aber check mal the way I are (timbaland, keri hilson usw)
und hört mal aktuelle alben und mixe von
digitalism, moderat, turntablerocker, Mom & Dad, Joe and will ask?, John dahlbäck, play paul, pete tong. Einfach mal ein bisschen nach UK schauen.
das Ganze ist eine typisch teutsche Diskussion. nur hier gibt es immer diese großen hypes, die dann von heute auf morgen wieder “out” sein sollen.
warum läuft wohl tränce weltweit nur hier nicht mehr? schaut euch mal die bookingliste auf der ATB Seite an.
wieso ist in germania nur noch so etwas übrig wie jumpstyle oder hardstyle usw. Im Keys interview von 2001 (oder wars 2003?) geben Rolf und Farid an große Probleme mit den Future Tance Compilations zu haben. Und dann (habs mir gestern extra nochmal angehört damit ich nichts falsches erzähle) hat Rolf im Sputnik Interview auch gesagt er würde RMB gerne auch wieder raviger und tranciger haben, Farid fänd das aber alles schlecht.
So gesehen, widerspricht sich Rolf ja was die Argumentation angeht. Gebe Funboy was das angeht Recht.
Früher Rave, dann wegen Hern Gharajed… nicht mehr - und in Interviews gehts den beiden immer um “Bandbreite” daher auch “Widescreen”, Rolf beschwert sich daß er nicht mehr knüppeln darf ;), und jetzt ohne Farid dann doch wieder Musik gegen die er sich gewehrt hatte?
Je weiter ich mich da in meinem RMB Archiv durchforste desto weniger verstehe ich die Argumentation. muss ich aber vielleicht auch nicht.
ich wohn in UK, ich hab noch nichts von Rave gehoert hier. meist nur techno, house und electro. was ja nicht schlecht sein muss, aber meistens oft langweilig ist. USA weiss ich nicht. aber deine tips werd ich mir mal anhoeren.
hi pete, ich verstehe, dass du verwirrt bist… man darf es halt auch nicht zu eindimensional verstehen im sinne von gute musik = soft/schlechte musik = hart. das habe ich so auch nie gesagt. grundsätzlich habe ich nichts gegen harte, angezerrte, schnellere sachen. nur das was du mit “jumpstyle” andeutest… trötige sägezahnläufe aus dem filter mit snaredrumwirbel, kindermelodien und marsch-rhythmik (inzwischen auch gerne triolisch) finde ich stinklangweilig - auch wenn es einiges davon in meiner/unserer historie gab. genau diese Elemente würde ich im übrigen auch nachträglich nie farid in die schuhe schieben… da hast du schon recht, dass diese krachigen, einfachen sachen damals viel näher an meinem geschmack waren als an farids - für “the place 2 be” hat er sich ja eher geschämt (er hatte ja auch nichts damit zu tun was besitzer des alten vinyls nachlesen könnnen)
und es stimmt wirklich, dass ich während der RMB zeit kaum musik gehört habe, da ich oftmals 10 stunden am tag im studio verbracht habe… da hatte farid grundsätzlich schon recht meinen engen musikalischen horizont zu kritisieren aber irgendwer musste ja die sounds für RMB schrauben zudem hätte eine anlehnung an outkast RMB in den 90ern nun auch nicht wirklich weiter gebracht. denn das war immer mein kritikpunkt - es gab selten eine schnittmenge zwischen dem was farid geil fand und dem was unter RMB bekannt war - oder hätte vielleicht jemand auf reality rappen sollen?
und wenn es dann mal stilmixe gab waren die nun auch nicht wirklich fruchtbar - shadows war bekanntlich nicht gerade der grösste RMB erfolg… es ist eben nicht jeder mix mehr als seine einzelteile!
(diese aussage möchte ich auch als kompliment an sharams arbeit verstanden wissen!)
grundsätzlich möchte ich zu solchen diskussionen anmerken, dass jeder künstler nicht gegen seinen eigenen geschmack arbeiten sollte. natürlich sollte man offen sein, aber wenn man z.b. keinen operngesang mag sollte man nicht krampfhaft versuchen diesen in seine songs einzubauen. wenn nun zwei personen mit extrem verschiedenem geschmack zusammen zu arbeiten versuchen ist das kurzfristig befruchtend, auf dauer aber auslaugend. vor allem bei ungleicher beteiligung an der produktion.
So, genug der Vergangenheit… Ihr habt Rave-Klassiker die ihr beliebig oft anhören könnt, die nimmt euch keiner… Ich würde aber gerne in Zukunft Dinge machen die jetzt so frisch und neu sind wie die Rave-Elemente Anfang der 90er.
THRITEEN STORIES ist (aus meiner Sicht) voll mit zeitlosen, spannenden Songs, aber ich blicke nach vorne und würde mich freuen wenn ihr mich weiterhin begleiten würdet.
Ich suche selbst ja auch noch nach einem weiteren Blickwinkel auf die stärksten Songs des Albums… habe aber die Befürchtung mit dancelastigen remixen das zu verlieren, was ich mit diesem Album aufzubauen beginnen möchte…
“… habe aber die Befürchtung mit dancelastigen remixen das zu verlieren, was ich mit diesem Album aufzubauen beginnen möchte…”
… hm, also die Befürchtung brauchst du doch aber gar nicht haben, denn jeder Käufer hat doch deine Intension des Albums denke ich verstanden und auch entsprechend wahrgenommen.
Ich denke nicht, dass es ein Fehler wäre, 1-2 Songs zu remixen (wieso nicht dancelastig), denn man kann doch durchaus aus einem - ich nenn es mal elekronischem Konzeptalbum - Songs abkoppeln und etwas hm… anpassen.
Spricht meiner Meinung nach gar nichts dagegen und ist doch auch generell nicht wirklich unüblich… klar, wäre das gegen deine eigene Überzeugung und du würdest dich damit schwer tun, dann wäre das vermutlich nicht wirklich sinnvoll, immerhin ist THIRTEEN STORIES dein Baby
Aber ich glaube nicht dass du dich damit selbst verrätst oder sowas in der Richtung….
also ich erwarte von dir auch keine lieder mehr wie zB “troubled” und ich verstehe voll und ganz dass du dich weiterentwickelst. das ist auch gut so.
ich verstehe auch nicht dass einige hier einen bestimmten sound von dir “fordern”. es gibt schliesslich nicht nur rolf mb auf der welt der musik macht. man sollte einfach mal google oder youtube benutzen und auf die suche gehen.
ich freue mich auf jedes neue lied von dir rolf, auch wenn ich nicht jedes lied auf 13 stories toll finde. aber dazwischen sind immer geile dinger.
@Pete:
nur jumpstlye und so? na dann musst du mal die augen aufhalten. (fast) jede musikrichtung hat seine eigene szene, auch in deutschland.
ich persönlich geh, wenn überhaubt mal, zu drum’n'bass feiern (hör derzeit auch nix anderes). und da gibt es auch hier in deutschland eine lebendige szene. zwar eher klein, aber ist doch schön wenn eine party zb auf einen alten bauernhof stattfindet anstatt in einer schäbigen großraumdisco, wo die leute eh nur wegen saufen und frauen unterwegs sind, und nicht wegen der musik.
timon, also deinen 2. Absatz kapier ich nicht und ergibt für mich ehrlich gesagt keinen Sinn.
Ich sehe hier keinen etwas fordern und was haben andere Musiker jetzt auf einmal mit Rolfs Sound zu tun? “es gibt schliesslich nicht nur rolf mb auf der welt der musik macht. man sollte einfach mal google oder youtube benutzen und auf die suche gehen.”… was soll einem das jetzt sagen? Rolf soll sich anpassen? Nicht anpassen? Wir sollen alle ganz was anderes hören? *grübel*
personally, I don’t need remixes. In my opinion at least 90% of all remixes are worse than the original. at least, if they’re made by someone else and not the original artist. probably because the original intention is often lost by mixing original fragments with completely new stuff. That might turn out nice, but more often than not, it doesn’t. just my 2 cents.
@Koellefornian: was gibts daran nicht zu verstehen? in den letzten jahren gab es im forum immer wieder leute die wieder lieder haben wollten die wie “this world is yours” klingen. wenn du dies selber nicht mitbekommen hast, dann kann ich da auch nichts für.
dass nicht nur rolf musik macht soll bedeuten, dass es eventuell ja andere musiker gibt, die solchen “alten” sound produzieren.
wie du darauf kommst, dass ich sagen würde, rolf soll sich anpassen/nicht anpassen, das ist mir schleierhaft. (natürlich soll er das nicht!)
ich hoffe du hast es jetzt verstanden. ich denke, da hätte man aber auch selber drauf kommen können. wenn es immer noch unklar ist, dann ist es auch egal…
zu deinem satz “Wir sollen alle ganz was anderes hören?” :
hörst du etwas nichts anderes…??
@Timon - weiss nicht, warum du dich gleich angegriffen fühlst, aber ist mir eigentlich auch egal. Aber zumindest hab ich dich jetzt verstanden. *kopfschüttel*
und mit dem “HIER einige fordern..” habe ich auf HIER eben diesem Thread bezogen.
Da muss ich euch recht geben! Hört euch doch z.B. den alten Anfang von Liqiud Ride nochmal an. Da kommt immer noch der Rolf von früher durch, erstklassige Musik (hör ich nur im Auto:-))! Die Resonance der neuen Version ist ja eher bescheiden. Sagt mir doch mal bitte einen absolut Hammer Rave Song, der in der letzter Zeit irgendwo erschienen ist (alter RMB style). Sollte man nicht immer gegen den Strom schwimmen um erfolgreich zu sein? Vor allem hat Rolf so viele Fans die nur darauf warten das er es mal wieder richtig krachen lässt. 13 Stories ist ja nicht schlecht, aber der große Erfolg wird meiner Meinung nach ausbleiben.
@Rolf: Versuche es doch mal mit einer Single von “Classic Trance”. Das ganze überarbeitet, vieleicht im Stil von “Deep Down Below”, wäre ein Kracher. Die Abfahrt und Melodie ist Klasse. Noch ein bisschen mehr Arbeit in die Hintergrund Melodie gesteckt (wie früher) und das ding ist perfekt. So einen einfachen Hintergrund wie bei Stellarium hättet ihr früher nie gemacht. Die Melodie allein machts nicht!!
wenn man rolfs alte sachen anhört, und mit den neuen vergleicht… hört man das er sich weiterentwickelt hat. FAKT!!! die alten sachen waren “schlechter” gemischt, manchmal viel zu “wild”. spring is der hammer, aber i fands scho immer zu schnell.
mir is der “neue” rolf lieber.
man sollts rolf nich übel nehmen das er einfach nur gute musik machen will, und nicht NUR geld. dann kann er sich von tiesto remixen lassen und wird dann so klingen wie alle. das is mittlerweile langweilig. FAKT!!!
öhm….nicht das wir uns allesamt missverstehen… aber irgendwie ist hier doch gar keiner sauer… im Gegenteil… wir sind uns doch alle einig, dass 13 Stories hammer ist und man aber seinen Sound raushört, was auch gut ist.
und ein eigener Remix wäre mir persönlich natürlich auch lieber, als ein fremder…
Wünsche bzw Meinungen äussern steht doch jedem frei, dafür sind wir doch u.a. auch hier
ich kann mich noch an die Gänsehaut erinnern als ich das erste mal Spring im CD-Laden anhörte - ab da hat es klick gemacht - ich verstand das du ein Großer Musiker bist, und seit Spring vertraue ich dir blind.
es ist mir latte was du machst , wichtig ist - mach es regelmäßig oder öfter, neue sachen, überaschungen, also wie immer………nur bitte öfter
ich weis du wirsrt noch einige sachen bringen.
die rave-diskussion wurde jetzt schon so oft durchgekaut, das sollte man jetzt auch dabei belassen. es dreht sich sowieso immer nur im kreis. und es wird zu offtopic
mein anliegen wäre eben nur noch, wieder viel mehr arbeit in die melodien zu stecken anstatt in die technische perfektion. da geht so viel zeit verloren, die man viel besser in umwerfende melodien investieren könnte
ein schönes schlusswort, talex, das man denke ich so stehen lassen kann! wir freuen uns über jedes release!
Hmmm…zum Thema remixes würde mir ein Trentemoller-Remix einfallen. Weiß nich zu welchem lied, aber es wäre sicher interessant.
Ich war allerdings etwas überrascht, dass der neue Einfluss auf Widescreen damals gar nicht von Rolf kam, sondern eher von Farid. Also die ganzen breakbeatigen Sachen etc.
[...] frühes Werk verstehen, und nicht mehr ihn im Schatten seiner Vergangenheit betrachten. Außerdem mag Rolf Amon Tobin. Wenn ihn das nicht noch sympathischer [...]
@tony: wenn jemand den guten Anders zu einem remix bekommen würde würde er von mir ein 10-jahres-gratis-und-vorab-abo meiner releases bekommen
und an alle wegen stilfindung: es hätte kein release mehr gegeben wenn ich es allen hätte recht machen wollen… viele wollten es “ravig”, viele forderten mehr “trance”, sehr viele wollten es härter, gerne auch schneller, die meisten aber auch experimenteller, unzählige wollten auf keinen fall mehr etwas “gestriges” (= trance, rave etc), einigen war meine musik eh nicht ansatzweise minimal genug, ein paar war die musik nicht cool genug, eingen fehlte “lo fi”, anderen war es nicht elektronisch genug, manche vermissen die funktionalität für den club, sehr sehr viele wollen lieber redemption 3.0, wieder andere auf gar keinen fall mehr diese “billigen 90er beats”…
nun hätte ich natürlich für euch alle auf das album je einen rave-, einen trance-, einen hardtrance-, einen minimal-, einen breakbeat-, einen dubstep-, einen ambient-, einen new wave-, einen nu rave-, einen drum&bass-, einen electronica-, einen gitarren- und einen pop-song packen können… zufrieden wäre dann allerdings NIEMAND gewesen
für mich ist es wichtig wieder einen sound gefunden zu haben, der mir spass macht und mit dem ich ein ganzes album füllen konnte… was nicht heissen soll, das weitere releases exakt wie THIRTEEN STORIES klingen werden… es wird definitv änderungen, entwicklungen, neuerungen geben, aber es tut mir leid, wenn ich micht dazu nicht an 100 meinungen halten werde, denn dann müsste es auch jeweils 100 mixe geben
es würde mich dennoch freuen wenn viele von euch mir weiterhin folgen würden
und natürlich lese ich mir hier nichtsdestotrotz gerne eure meinungen, kritiken und anregungen durch – denn das war ja von anfang an der gedanke hinter diesem blog… cheers!
ui. da muss ich jetzt hier mal ein ebenso langes Statement posten.
Bin nicht so oft hier. kommentiere jetzt auch erst Rolfs Post vom 20.5. Die neuen muss ich erstmal lesen.
da ich alle 3-4 Monate mal emailkontakt mit Farid habe finde ich es
schade´ das meine Frage dazu geführt hat das wieder solche Themen aufgekommen sind.
Ich finde diese Nachtreterei einfach doof. Auch ich hab schon viele Platten verkauft
und mich aus einem Duo verabschiedet. das geht doch auch alles etwas sauberer.
@Rolf Bei aller Liebe zum Projekt RMB kann ich den Kommentar leider nicht so richtig
nachvollziehen. Einerseits sagst du dass du
die Vergangenheit ruhen lassen möchtest andererseits machste Andeutungen zur
Aufgabenteilung zwischen euch.
Damit hatte meine Frage aber nicht viel zu tun.
Es ging mir nur um das Musikgenre. du schreibstdass du ohne Farid Gabba/Rave
gemacht hast dann hast du “während der RMB Zeit” — also ja mindestens 10 Jahre “keine Musik gehört”
und hättest ohne Farid vielleicht weiter sowas gemacht wie RMB trax. (meine Mutmaßung) Er hat deinen Horizont also
vielleicht auch zwangsweise erweitert und gemeinsam habt Ihr das Projekt RMB
fortentwickelt. Nun da du dein Soloalbum -per mailorder- veröffentlichst machst du genau die Musik
die du selber nicht mochtest, die also Genretechnisch(!) durch die Partnerschaft mit Farid
entstanden ist. Das ist eigentlich völlig ok und deine Angelegenheit, aber es könnte doch
viel unkomplizierter sein.
Unterm Strich könntest du -finde ich- anerkennen dass die Zusammenarbeit
mit Farid Dich musikalisch weitergebracht hat. Ihn ja sicher umgekehrt auch und es
istmerkwürdig einerseits Interviews unter “formerly RMB” zu geben und andererseits
gegen Farids musikalische Anteile zu schiessen.
Cool ist das nicht und ich wollte hier auch bloß nicht eine Diskussion dazu lostreten.
Nur wenn man über zehn Jahre gemeinsame Sache macht u sehr viel Musik veröffentlicht
geht man immer Kompromisse ein. Das liegt in der Natur der Sache und hat RMB doch ausgemacht.
Wenn ich mir Farids aktuelle Sachen anhöre und deine höre ich sehr wohl wie ihr noch heute
“gemeinsam” klingen könntet.
Das soll jetzt keine Mutmaßung seinaber auch ich und mein Partner hatten unsere Arbeitszeit aufgeteilt.
Aber zehn Stunden jeden Tag zehn Jahre lang im Studio hört sich doch eher nach “optimiert” an.
Ohne meinen Partner wäre die gemeinsame Musik nicht vermarktet worden er hatte alle Kontakte
und das nötige Gespür für die richtige Musik oder den richtigen Mix zur richtigen Zeit. Ebenso war er im Studio
für mich ein unbezahlbarer Partner selbstwenn ich mehr an Sounds gebastelt habe als er. who cares?
Denn wen interessierte mein Gebastel wenn es nicht zu einem Song wuchs oder anständig veröffentlicht wurde.
Einen Majorplattenvertrag hat nicht jeder bekommen. nach 2000 gar nicht mehr.
Durch ihn habe ich jedenfalls meinen Horizont erweitert und ohne sein Fingerspitzengefühl was Arrangement und
Melodien anging, wär ich wahrscheinlich zu blockiert gewesen das Richtige auch fortzuführen.
Trotzdem haben wir uns vor Jahren getrennt und man merkt das auch musikalisch.
Wir sprechen aber beide sehr gut voneinander-
So, jetzt bin ich auch wieder in dieses Thema gerutscht, Genau das wollte ich nicht.
Hab mich im Fanboard bisher aus allem rausgehalten.
möchte jetzt schnell noch was ergänzen
Der Vergleich Outkast/Rap/Reality hinkt sehr, find ich
Outkast, Massive Attack oder sonst wer haben ja nicht primär mit RAP zu tun.
Ich schätze Produktionen von euch wie das langsame Reality
uvm sehr und mir ist klar dass solche Musik nur durch Eure Partnerschaft möglich wurde.
Dass du dann unter “rolf” auch langsame ambientlastige Sachen machst ist erst recht wenn man Deinen Kommentar
betrachtet komisch wenn Du derjenige von euch warst der lieber schnelle- sagen wir 150BPM Tracks abliefern wollte-
(um mal das Wort Rave nicht zu benutzen)- das ist meine Aussage gewesen.
Damit ich hier nicht von euch auf die mütze bekomm: rolf kann machen was er will. Als Musikproduzent ist man aber
immer auch Opfer seiner Entwicklung und es macht aus meiner Sicht wenig Sinn einen Spagat zwischen 1993 und
2009 zu versuchen und gleichzeitig so zu tun das man in der Zeit dazwischen keinen Weitblick besaß sich
also aus vielen Gründen in eine Partnerschaft begab und jetzt wenn man auch aufgrund dieser Partnerschaft einen anderen Geschmack entwickelt
hat so zu tun als ob man genau diese nie gebraucht hätte. Das hinkt einfach. Das hat doch keiner der beiden nötig. Konnte ich
mich verständlich machen?
Amen.
@julian habs nur auf tape und besitze kein hifi taperecorder mehr. habs mir auf nem tragbaren camping Gerät angehört.
Also kein File möglich. oder ich schick die cassette.
Rolf, ich folge dir bereits seit 15 Jahren (wie klingt denn das), wenn auch mit einer Pause nach du weißt schon wann, und sehe bisher keinen Grund damit aufzuhören. Wieder zu dir gefunden hatte ich übrigens (okay, und wie klingt das erst) nachdem ich etwas zu komprimiertem Sound und loudness war recherchierte; seitdem habe ich dein Blog abonniert. Um so mehr hat es mich denn auch sehr gefreut und mir gefallen, von dir zu hören (also Musik, langsam klingt das echt alles sehr merkwürdig) – und zwar genau so, wie Thirteen Stories klingt. Es ist schön, dass du die Musik so machst, wie sie dir gefällt, da schließe ich mich TobyL an.
(Sollte ich aber bei dem ich-hätte-gerne einsteigen… Du produzierst so einen sauberen Sound (die Thirteen Stories nehme ich immer wieder gerne als Referenz bei Referenzkopfhörern), mich würde da interessieren, wie ein Dubstep-track von dir klingen würde (gib’s zu, du bist Burial bei Nacht). Müsste ja auch kein Album sein ;))
Übrigens, die E-Mail-Adresse für Remix requests von Trentemøller lautet remix(at)s-e-n(dot)biz (ist öffentlich). Ich schreibe ihm gerne.
habe aber die Befürchtung mit dancelastigen remixen das zu verlieren, was ich mit diesem Album aufzubauen beginnen möchte.
-ich verstehe es so dass du zwar nicht gegen dancegen sachen bist (was vielleicht kommerzieller wäre)
aber du willst schon öffentlich eher in Richtung - “Erlebnismusik gehen (also sinnlicher) ”
wie wärs denn mit einem 2tem Projekt eins so und das andere anders,
hab gelesen das für 13 stories ca 30 tracks zur auswahl standen.
( und wieviele solcher “Komma Patienten” hast du noch ?)
denn es hört sich an - als ob du selber zum teil gegen deinen eigenen Musikgeschmack kämpfst ( oder es selbst einschränkst)
- ich kann natürlich net abschätzen wieviel mehr Aufwand das mache,
ist aber gute möglichkeit um mehr hörer zu “befriedigen”
Talk about relisten value.. THIRTEEN STORIES is still the album of choice when I bicycle to work. That’s 20 minutes to get there plus 20 minutes to get back home. And that’s not counting what I play at home, of course. So thanks Rolf, and hope there’s more to come!
Also, ich finde, Du hast das schon alles richtig gemacht, Rolf.
Es ist schwer es immer allen recht zu machen - das ist mit Songs genauso wie mit Artikeln *g Daher ist es am besten, man macht es wirklich so, dass man es selbst mag. Klar, dass Dich aber viele in die Grenzen von damals reinpressen wollen. Seltsamerweise habe ich mir “Thirteen Stories” aber ungefähr so vorgestellt, wie es geworden ist. daher bin ich voll zufrieden und meine Erwartungen wurden mindestens erfüllt. Wenn nicht übertroffen. Die meiste elektronische Musik heute ist sehr vorhersehbar und klingt immer gleich. Die Songs auf der CD entwickeln sich und das Album ist in der Tat ziemlich zeitlos. Bin gespannt, wie es weiter geht und was man in den nächsten Jahren hören wird.
Bis dahin bedanke ich mich auf diesem Weg nochmal für das oben genannte Interview
ich habe die interview posts mal zusammen gelegt… die letzten beiden comments des gelöschten thread hänge ich hier mal an:
# 4th Level Says:
28. May 2009 at 22:29
My opinion: evolution is interesting from a collectors point of view.
But real evolution is your newest material.
Its a comparision like stone age to present area for me.
So carry on.
# QdK Says:
30. May 2009 at 23:43
In a previous post, I mentioned RMB’s Troubled as my favorite track. Loved the fast-changing melodies, themes, overall fast-pacedness. Loved that the same tone ladders (or whatever it’s called by pros) at 3:10 and 4:33 of that song were slightly differently organized.
Experimentally, I listened to State of Flux and then Troubled. It made me understand why some (electronic music loving) friends reacted not as enthusiastic as I’d expect to the sound of Troubled. The two songs, and albums they belong to, are in an entirely different leage.So, I’d say it’s more revolution than evolution. THIRTEEN STORIES has broken at least all of my replay rules. The album, to me, took a little time of voluntarily accustomization, and was subsequently fixated as must-listen material.
Yannick, in my view, has a point though. Trance has mellowed out to a single synth and sound, as had drum’n’bass (which is now largely regarded a music failure). There’s still a lot of power in the old songs though; Hardsequencer, Remarc and RMB spring to my mind instantly, as are the old demo scene groups Trident and Future Crew. But this is yearning for the past, yearning for things that seemed incredible at the time, through which maybe even yearning for a more primitive era is justified: wowing something was far easier since the result was so much more difficult to achieve at that time. Think buying expensive analog equipment or samplers, working out the 3D equations you can now simply leave to OpenGL etcetera.
I genuinely love the new Rolf sound. So much so, that I’d pay for the album before having heard absolutely anything what was on it. However, old style and new style may mix in interesting ways. The power of the old stuff, and the delicacy of the new stuff isn’t separated, there isnt’t even a fine line defining the difference. There’s always room for subtlety in a powerful piece, power to be shown in a subtle piece. THIRTEEN STORIES has proved it.
18. May 2009 at 00:27
das interview war ja ganz interessant, aber mich hatte die frage nach der trennung vom rmb-duo schon höllisch interessiert, und die antwort schleicht sich irgendwie hintenrum vorbei wenn ihr mich fragt… warum wird diesbezüglich nicht mal tacheles geredet?
18. May 2009 at 05:26
Hm…. die Frage lautete “Wie endgültig ist diese Entscheidung?”
Rolfs Antwort war dort wie auch hier schon: “Das Kapitel RMB als Duo ist endgültig abgeschlossen”…. was gibts denn da noch mehr zu zu sagen?
Ich fand das Interview generell recht interessant.
18. May 2009 at 09:02
Bitte kein “Tacheles” in der Öffentlichkeit.
18. May 2009 at 17:31
wenn ich jetzt nochmal i-wo lesen muss, dass die songs “allesamt deutlich erwachsener” klingen, dann verzichte ich künftig auf die lektüre solcher interviews! das ist eine total subjektive und haltlose behauptung (sofern sie sich nicht auf die technische seite beziehen sollte), die mir bis heute nie jemand stichhaltig begründen konnte mit überzeugenden argumenten, die so eine feststellung im vergleich zu früheren stücken rechtfertigen würden
weiterhin sollte das album kompromisslos und frei von jeglichen äußeren einflüssen werden, im gleichen atemzug wird jedoch gesagt, dass die zeit für rave “seit spätestens Ende der 90er einfach vorbei” sei, was der gund sei, weshalb sich rolf von dieser art elektronischer musik distanziert - das ist doch ein widerspruch in sich, denn damit orientiert man sich natürlich ganz klar an äußeren umständen und von kompomisslos kann damit keine rede mehr sein. außerdem erscheint mir das nach wie vor als ausrede, denn eigentlich geht es dabei ja nur um trotz den “undankbaren” rave-fans gegenüber, die die neue “erwachsene” musik nicht genug wertschätzen…
das interview soll für toleranz und offenheit im markt elektronischer musik plädieren, aber eine prägende richtung wie rave einfach konsequent auszuklammern und aufgrund der marktumstände keines blickes mehr zu würdigen, ist meiner meinung nach ganz klar auch eine “unglaubliche Verschwendung des Potentials elektronischer Musik”. das macht das ganze für mich doch in gewisser weise unglaubwürdig
mir gefällt das neue album sehr und ansonsten ist das interview auch sehr interessant, aber mir fallen bei jedem interview die immer selben logischen lücken auf, die ich mal kurz ansprechen wollte. wenn man engstirnigkeit und trendproduktion anprangert, sollte man dies auch selbst mal durchziehen, sonst wird sich nix ändern in naher zukunft
18. May 2009 at 18:25
Rave war und ist klanglich einfach ein Extrem. Zudem waren aber auch der Grossteil (!) der rave Sachen musikalisch extrem… überschaubar…


Dieses Extrem war für mich mit 15 Jahren neu und begeisternd. Aber wenn man das fast ein Jahrzehnt lang in seine Songs einfliessen lässt reicht es auch - finde ich
Es gibt ja auch jetzt noch harte elektronische Sachen die ich geil finde (Amon Tobin, Clark) aber eben nicht mehr so etwas was auf Compilations mit “rave” im Titel vorkommt…
Offen und tolerant sollte auch nicht heissen, dass ALLE Musikstile in meine Musik einfliessen… Wo kämen wir denn da hin, wenn ich auf einmal minimal Songs machen würde
19. May 2009 at 14:30
Ich denke auch, dass jemand mit 40 nicht die gleiche mag und macht wie jemand mit 20. Ob man das “erwachsener” nennt oder ruhiger oder sonstwie - aber das musst auch du zugeben funboy, dass du höchstwahrscheinlich in 10 Jahren nicht dieselbe Musik hören wirst wie jetzt oder vor 5. Das gilt natürlich nicht nur für´s Hören, sondern auch fürs Musizieren.
Sicher gibt es einige, die immer die gleiche Musik machen. Aber wie gesagt, ist das dann immer das gleiche.
19. May 2009 at 14:32
Ach ja, und mal davon abgesehen, ist s natürlich das gute Recht jedes Menschen, auf Manche Dinge einfach grad keinen Bock mehr zu haben. Ich weiß ja nicht, ob Rolf damit sagen will, dass seine alten Sachen schlecht sind.
19. May 2009 at 17:26
Also die Rave-Zeit war geil, aber ist nun mal schlichtweg seit längerem vorbei. (interessanter Weise eingeleitet meiner Meinung nach bzw. rapide beigetragen dazu hat Robert Miles mit “Children”..denn da begann die “langsame” Pianophase und ab da an gabs die Nachahmer und ob des Megaerfolges wurde das Rave-Ende eingeleitet… so zumindest mein persönliches empfinden, auch wenn es so nicht gewesen wäre…
Aber: Ich persönlich finde, dass man Rolfs ureigene Soundrichtung dennoch auch heute noch bei den neuen Songs heraushört. Vielseitig, vielschichtig, überraschend. (Im Gegensatz zu “Evolution”, welches für mich gar nicht mehr nach Rolf bzw RMB klang, weil zu “normal”… dem Trend angepasst - wenn auch nicht schlecht.)
Ich fand immer, RMB hat während der Rave-Zeit immer durch besondere Samples und Soundvariationen binnen eines Tracks überrascht. Jeder wußte bei den Songs, welche extrem energiegeladen waren gleich: “Ah, das ist RMB”. Und genau dieses finde ich auch heute noch bei “13 Stories”. Variantenreich, unerwartet…. nur eben halt paar bpm’s weniger. Rolfs Style hört man definitiv wieder heraus.
Verleugnen kann und will Rolf garantiert nicht seine Rave-Vergangenheit, ich denke mal eher, dass er darauf Stolz ist und es auch sein kann
Und eigensinnig hoffe ich, dass es weitere neue Songs später geben wird… ggf wieder mit bissi mehr Bumms *gg*
19. May 2009 at 18:07
Rolf: “Dieses Extrem war für mich mit 15 Jahren neu und begeisternd.”
(drei Posts weiter oben)
Klingt das nach “Verleugnen”? Natürlich war das geil zu der Zeit damals
19. May 2009 at 20:36
verstehen kann ichs ja eh, keine frage. und ich gebe gern zu, dass ich heute auch andere musik höre als zu der zeit, genau wie ich in weiteren 5 jahren wohl wieder andere richtungen hören werde. aber nach 13 stories und evolution denke ich für mich persönlich entdeckt zu haben, dass es tatsächlich die geschwindigkeit war, die die ganzen aufwändig arrangierten melodien so hervorstechen ließ. ich habe oft drüber nachgedacht, woran es liegen könnte, dass mich die melodien eben z.b. von 13 stories bei weitem nicht mehr so umhauen…das muss doch nen grund haben, dachte ich, und es liegt wohl wirklich an den bpm´s
inwiefern da jedoch tatsächlich ein zusammenhang zwischen dem herausstechen von melodien und den bpm liegt, kann ich nicht kompetent beurteilen, dafür bin ich zu wenig aktiver musiker, sondern vielmehr passiver hörer, der das ganze auf sich wirken lässt. deshalb war für mich seit jeher auch immer die wirkung und weniger die ausgefeilte technik hinter den stücken wichtig
in 13 stories hört man rolf und seine typischen elemente, wie er selber eben auch sagt, diese kombination von melodiösen und energetischen teilen und auch diverse “schräge” sounds! deshalb gefällts mir natürlich auch, ich hörs oft im auto rauf und runter
aber im direkten vergleich sind diese elemente eben so zurückhaltend, sparsam eingesetzt…
rave ist ein extrem, das kann man wirklich nicht bestreiten. aber oft denke ich mir auch, dass es vielleicht nötig ist, einen extremen weg zu gehen, wenn man dem dance/techno-markt wieder aufschwung verleihen will.
aber wie gesagt, so lange wie rolf diese musik schon macht (hab i-wo vor kurzem gelesen, dass er bei nautilus tatsächlich erst 17 (!) jahre alt gewesen ist
), kann man es auf der anderen seite auch sehr gut verstehen, wenn man einfach mit der zeit andere musik kreieren will. wahrscheinlich vergisst man als fan diese lange zeitspanne einfach oft und froh bin ich allemal, dass rolf überhaupt noch musik produziert, v.a. auf so einem unabhängigen weg. sowas beeindruckt nach wie vor
19. May 2009 at 21:23
habt Ihr denn eigentlich nichts von nurave gehört?
ravesounds erobern seit Monaten die USA. Es gibt total viele rave-elemente in aktueller RnB und Popmusik, schon alleine Timbaland wertete zahlreiche Mixe mit sehr gewöhnlichen uns EU Bürgern bekannten Sounds auf.
RMB würde heutzutage wieder richtig durchstarten. Wie ich in einem Farid Post gelesen habe, hat er diverse Anfragen aus den Staaten von sehr dicken Produzenten die gerne einige der 90er Titel neu auflegen wollen.
und so gesehen solltet Ihr genau andersherum diskutieren. Rolf erwähnte doch hier seine Gabber und Ravesachen die er ohne F. gemacht haben soll. Durch die Zusammenarbeit mit Farid wurde das gemeinsame Musikgenre mehr und mehr zu Lasten des Gabbanteils erweitert. Ich habe noch ein Interview auf Tape wo Rolf 2001 bei DasDing SWR davon spricht, daß Widescreen und MH ein langer Kampf vorausging in dem er alles was mit Breakbeat, Ambient oder Trip Hop zu tun hatte “gezumpel” nannte. O-Ton Rolf. Er sagt dann, dass er musikalisch immer etwas hinterherhing und dass man sich eben in einem Projekt gegenseitig weiterbringt. Farid lacht dann kurz und bestätigt es, woraufhin Rolf sagt: naja Du hast damals aber auch abgefahrene Sachen gehört. Darauf sagt F.: Was denn? Massive Attack und Emilliana Torrini? Rolf: Nein. Dj Shadow und Hiphop. F: das war nur Outkast und The Roots. Und beide lachen. dann macht der Moderator einen Cut.
Also vielleicht hat Rolf mit seiner Solocd nicht unbedingt wirklich etwas neues gebracht sondern vor allem seinen ureigensten Geschmack Geschichte sein lassen? Das muss ja nicht schlecht sein. Was ich gehört habe klang aber zumindest nicht soo innovativ oder neu ohne jetzt überkritisch sein zu wollen.
An alle Raveliebhaber: Rave ist wieder sowas von in. Dj Sets von bisherigen Minimal Djs hauen einen wirklich weg. Ist selbst für diejenigen die die 90er komplett erlebt haben manchmal ein bisschen zu viel.
20. May 2009 at 09:18
minimal djs und rave ?
ich glaube es gibt keine richtige definition von rave. ich denke jeder verbindet damit seine lieblingslieder unf erinnerungen an die 90er…
20. May 2009 at 09:47
@timon das stimmt natürlich auch.
aber check mal the way I are (timbaland, keri hilson usw)
und hört mal aktuelle alben und mixe von
digitalism, moderat, turntablerocker, Mom & Dad, Joe and will ask?, John dahlbäck, play paul, pete tong. Einfach mal ein bisschen nach UK schauen.
das Ganze ist eine typisch teutsche Diskussion. nur hier gibt es immer diese großen hypes, die dann von heute auf morgen wieder “out” sein sollen.
warum läuft wohl tränce weltweit nur hier nicht mehr? schaut euch mal die bookingliste auf der ATB Seite an.
wieso ist in germania nur noch so etwas übrig wie jumpstyle oder hardstyle usw. Im Keys interview von 2001 (oder wars 2003?) geben Rolf und Farid an große Probleme mit den Future Tance Compilations zu haben. Und dann (habs mir gestern extra nochmal angehört damit ich nichts falsches erzähle) hat Rolf im Sputnik Interview auch gesagt er würde RMB gerne auch wieder raviger und tranciger haben, Farid fänd das aber alles schlecht.
So gesehen, widerspricht sich Rolf ja was die Argumentation angeht. Gebe Funboy was das angeht Recht.
Früher Rave, dann wegen Hern Gharajed… nicht mehr - und in Interviews gehts den beiden immer um “Bandbreite” daher auch “Widescreen”, Rolf beschwert sich daß er nicht mehr knüppeln darf ;), und jetzt ohne Farid dann doch wieder Musik gegen die er sich gewehrt hatte?
Je weiter ich mich da in meinem RMB Archiv durchforste desto weniger verstehe ich die Argumentation. muss ich aber vielleicht auch nicht.
20. May 2009 at 10:22
ich wohn in UK, ich hab noch nichts von Rave gehoert hier. meist nur techno, house und electro. was ja nicht schlecht sein muss, aber meistens oft langweilig ist. USA weiss ich nicht. aber deine tips werd ich mir mal anhoeren.
20. May 2009 at 10:53
hi pete, ich verstehe, dass du verwirrt bist… man darf es halt auch nicht zu eindimensional verstehen im sinne von gute musik = soft/schlechte musik = hart. das habe ich so auch nie gesagt. grundsätzlich habe ich nichts gegen harte, angezerrte, schnellere sachen. nur das was du mit “jumpstyle” andeutest… trötige sägezahnläufe aus dem filter mit snaredrumwirbel, kindermelodien und marsch-rhythmik (inzwischen auch gerne triolisch) finde ich stinklangweilig - auch wenn es einiges davon in meiner/unserer historie gab. genau diese Elemente würde ich im übrigen auch nachträglich nie farid in die schuhe schieben… da hast du schon recht, dass diese krachigen, einfachen sachen damals viel näher an meinem geschmack waren als an farids - für “the place 2 be” hat er sich ja eher geschämt (er hatte ja auch nichts damit zu tun was besitzer des alten vinyls nachlesen könnnen)
zudem hätte eine anlehnung an outkast RMB in den 90ern nun auch nicht wirklich weiter gebracht. denn das war immer mein kritikpunkt - es gab selten eine schnittmenge zwischen dem was farid geil fand und dem was unter RMB bekannt war - oder hätte vielleicht jemand auf reality rappen sollen?
und es stimmt wirklich, dass ich während der RMB zeit kaum musik gehört habe, da ich oftmals 10 stunden am tag im studio verbracht habe… da hatte farid grundsätzlich schon recht meinen engen musikalischen horizont zu kritisieren aber irgendwer musste ja die sounds für RMB schrauben
und wenn es dann mal stilmixe gab waren die nun auch nicht wirklich fruchtbar - shadows war bekanntlich nicht gerade der grösste RMB erfolg… es ist eben nicht jeder mix mehr als seine einzelteile!
(diese aussage möchte ich auch als kompliment an sharams arbeit verstanden wissen!)
grundsätzlich möchte ich zu solchen diskussionen anmerken, dass jeder künstler nicht gegen seinen eigenen geschmack arbeiten sollte. natürlich sollte man offen sein, aber wenn man z.b. keinen operngesang mag sollte man nicht krampfhaft versuchen diesen in seine songs einzubauen. wenn nun zwei personen mit extrem verschiedenem geschmack zusammen zu arbeiten versuchen ist das kurzfristig befruchtend, auf dauer aber auslaugend. vor allem bei ungleicher beteiligung an der produktion.
So, genug der Vergangenheit… Ihr habt Rave-Klassiker die ihr beliebig oft anhören könnt, die nimmt euch keiner… Ich würde aber gerne in Zukunft Dinge machen die jetzt so frisch und neu sind wie die Rave-Elemente Anfang der 90er.
THRITEEN STORIES ist (aus meiner Sicht) voll mit zeitlosen, spannenden Songs, aber ich blicke nach vorne und würde mich freuen wenn ihr mich weiterhin begleiten würdet.
Ich suche selbst ja auch noch nach einem weiteren Blickwinkel auf die stärksten Songs des Albums… habe aber die Befürchtung mit dancelastigen remixen das zu verlieren, was ich mit diesem Album aufzubauen beginnen möchte…
20. May 2009 at 13:06
“… habe aber die Befürchtung mit dancelastigen remixen das zu verlieren, was ich mit diesem Album aufzubauen beginnen möchte…”
… hm, also die Befürchtung brauchst du doch aber gar nicht haben, denn jeder Käufer hat doch deine Intension des Albums denke ich verstanden und auch entsprechend wahrgenommen.
Ich denke nicht, dass es ein Fehler wäre, 1-2 Songs zu remixen (wieso nicht dancelastig), denn man kann doch durchaus aus einem - ich nenn es mal elekronischem Konzeptalbum - Songs abkoppeln und etwas hm… anpassen.
Spricht meiner Meinung nach gar nichts dagegen und ist doch auch generell nicht wirklich unüblich… klar, wäre das gegen deine eigene Überzeugung und du würdest dich damit schwer tun, dann wäre das vermutlich nicht wirklich sinnvoll, immerhin ist THIRTEEN STORIES dein Baby
Aber ich glaube nicht dass du dich damit selbst verrätst oder sowas in der Richtung….
20. May 2009 at 13:14
also ich erwarte von dir auch keine lieder mehr wie zB “troubled” und ich verstehe voll und ganz dass du dich weiterentwickelst. das ist auch gut so.
ich verstehe auch nicht dass einige hier einen bestimmten sound von dir “fordern”. es gibt schliesslich nicht nur rolf mb auf der welt der musik macht. man sollte einfach mal google oder youtube benutzen und auf die suche gehen.
ich freue mich auf jedes neue lied von dir rolf, auch wenn ich nicht jedes lied auf 13 stories toll finde. aber dazwischen sind immer geile dinger.
@Pete:
nur jumpstlye und so? na dann musst du mal die augen aufhalten. (fast) jede musikrichtung hat seine eigene szene, auch in deutschland.
ich persönlich geh, wenn überhaubt mal, zu drum’n'bass feiern (hör derzeit auch nix anderes). und da gibt es auch hier in deutschland eine lebendige szene. zwar eher klein, aber ist doch schön wenn eine party zb auf einen alten bauernhof stattfindet anstatt in einer schäbigen großraumdisco, wo die leute eh nur wegen saufen und frauen unterwegs sind, und nicht wegen der musik.
20. May 2009 at 13:29
timon, also deinen 2. Absatz kapier ich nicht und ergibt für mich ehrlich gesagt keinen Sinn.
Ich sehe hier keinen etwas fordern und was haben andere Musiker jetzt auf einmal mit Rolfs Sound zu tun? “es gibt schliesslich nicht nur rolf mb auf der welt der musik macht. man sollte einfach mal google oder youtube benutzen und auf die suche gehen.”… was soll einem das jetzt sagen? Rolf soll sich anpassen? Nicht anpassen? Wir sollen alle ganz was anderes hören? *grübel*
20. May 2009 at 13:32
personally, I don’t need remixes. In my opinion at least 90% of all remixes are worse than the original. at least, if they’re made by someone else and not the original artist. probably because the original intention is often lost by mixing original fragments with completely new stuff. That might turn out nice, but more often than not, it doesn’t. just my 2 cents.
20. May 2009 at 14:05
@pete: gibt es ne möglichkeit das interview zu bekommen?
20. May 2009 at 14:16
@Koellefornian: was gibts daran nicht zu verstehen? in den letzten jahren gab es im forum immer wieder leute die wieder lieder haben wollten die wie “this world is yours” klingen. wenn du dies selber nicht mitbekommen hast, dann kann ich da auch nichts für.
dass nicht nur rolf musik macht soll bedeuten, dass es eventuell ja andere musiker gibt, die solchen “alten” sound produzieren.
wie du darauf kommst, dass ich sagen würde, rolf soll sich anpassen/nicht anpassen, das ist mir schleierhaft. (natürlich soll er das nicht!)
ich hoffe du hast es jetzt verstanden. ich denke, da hätte man aber auch selber drauf kommen können. wenn es immer noch unklar ist, dann ist es auch egal…
zu deinem satz “Wir sollen alle ganz was anderes hören?” :
hörst du etwas nichts anderes…??
(es lebe das offtopic)
20. May 2009 at 14:24
@Timon - weiss nicht, warum du dich gleich angegriffen fühlst, aber ist mir eigentlich auch egal. Aber zumindest hab ich dich jetzt verstanden. *kopfschüttel*
und mit dem “HIER einige fordern..” habe ich auf HIER eben diesem Thread bezogen.
So long….
20. May 2009 at 15:34
hab mich nicht angegriffen gefühlt…
*Koellefornian-in-den-arm-nehm-und-freundlich-knuddel*
20. May 2009 at 16:02
Gutgut, dann nix für ungut auch meinerseits
*maldrück* *lol*
20. May 2009 at 17:34
Da muss ich euch recht geben! Hört euch doch z.B. den alten Anfang von Liqiud Ride nochmal an. Da kommt immer noch der Rolf von früher durch, erstklassige Musik (hör ich nur im Auto:-))! Die Resonance der neuen Version ist ja eher bescheiden. Sagt mir doch mal bitte einen absolut Hammer Rave Song, der in der letzter Zeit irgendwo erschienen ist (alter RMB style). Sollte man nicht immer gegen den Strom schwimmen um erfolgreich zu sein? Vor allem hat Rolf so viele Fans die nur darauf warten das er es mal wieder richtig krachen lässt. 13 Stories ist ja nicht schlecht, aber der große Erfolg wird meiner Meinung nach ausbleiben.
@Rolf: Versuche es doch mal mit einer Single von “Classic Trance”. Das ganze überarbeitet, vieleicht im Stil von “Deep Down Below”, wäre ein Kracher. Die Abfahrt und Melodie ist Klasse. Noch ein bisschen mehr Arbeit in die Hintergrund Melodie gesteckt (wie früher) und das ding ist perfekt. So einen einfachen Hintergrund wie bei Stellarium hättet ihr früher nie gemacht. Die Melodie allein machts nicht!!
20. May 2009 at 19:14
also… an alle…
wenn man rolfs alte sachen anhört, und mit den neuen vergleicht… hört man das er sich weiterentwickelt hat. FAKT!!! die alten sachen waren “schlechter” gemischt, manchmal viel zu “wild”. spring is der hammer, aber i fands scho immer zu schnell.
mir is der “neue” rolf lieber.
man sollts rolf nich übel nehmen das er einfach nur gute musik machen will, und nicht NUR geld. dann kann er sich von tiesto remixen lassen und wird dann so klingen wie alle. das is mittlerweile langweilig. FAKT!!!
als beispiel:
paul van dyk - for an angel
original is n bomben-lied… hat aber mehr potential. dazu dieser link
(hoff das is ok, rolf!?)
http://www.youtube.com/watch?v=gAKy_R1XUBI
pvd is auch gewachsen.
seit mal nich so “sauer” auf unsre helden, weil se endlich machen können was sie wollen: EINFACH NUR MUSIK!!!
LG,
christopher
20. May 2009 at 19:26
öhm….nicht das wir uns allesamt missverstehen… aber irgendwie ist hier doch gar keiner sauer… im Gegenteil… wir sind uns doch alle einig, dass 13 Stories hammer ist und man aber seinen Sound raushört, was auch gut ist.
und ein eigener Remix wäre mir persönlich natürlich auch lieber, als ein fremder…
Wünsche bzw Meinungen äussern steht doch jedem frei, dafür sind wir doch u.a. auch hier
20. May 2009 at 22:44
ich kann mich noch an die Gänsehaut erinnern als ich das erste mal Spring im CD-Laden anhörte - ab da hat es klick gemacht - ich verstand das du ein Großer Musiker bist, und seit Spring vertraue ich dir blind.
es ist mir latte was du machst , wichtig ist - mach es regelmäßig oder öfter, neue sachen, überaschungen, also wie immer………nur bitte öfter
ich weis du wirsrt noch einige sachen bringen.
-YES YOU CAN!-
21. May 2009 at 00:58
die rave-diskussion wurde jetzt schon so oft durchgekaut, das sollte man jetzt auch dabei belassen. es dreht sich sowieso immer nur im kreis. und es wird zu offtopic
mein anliegen wäre eben nur noch, wieder viel mehr arbeit in die melodien zu stecken anstatt in die technische perfektion. da geht so viel zeit verloren, die man viel besser in umwerfende melodien investieren könnte
ein schönes schlusswort, talex, das man denke ich so stehen lassen kann! wir freuen uns über jedes release!
21. May 2009 at 10:37
@Pete: Ich glaube du hst da eine ganze Sammlung an interessanten Dingen! Man hätte doch die DVD machen sollen
21. May 2009 at 11:04
Hmmm…zum Thema remixes würde mir ein Trentemoller-Remix einfallen. Weiß nich zu welchem lied, aber es wäre sicher interessant.
Ich war allerdings etwas überrascht, dass der neue Einfluss auf Widescreen damals gar nicht von Rolf kam, sondern eher von Farid. Also die ganzen breakbeatigen Sachen etc.
Nun ja…
21. May 2009 at 22:44
[...] frühes Werk verstehen, und nicht mehr ihn im Schatten seiner Vergangenheit betrachten. Außerdem mag Rolf Amon Tobin. Wenn ihn das nicht noch sympathischer [...]
22. May 2009 at 10:28
@tony: wenn jemand den guten Anders zu einem remix bekommen würde würde er von mir ein 10-jahres-gratis-und-vorab-abo meiner releases bekommen
und an alle wegen stilfindung: es hätte kein release mehr gegeben wenn ich es allen hätte recht machen wollen… viele wollten es “ravig”, viele forderten mehr “trance”, sehr viele wollten es härter, gerne auch schneller, die meisten aber auch experimenteller, unzählige wollten auf keinen fall mehr etwas “gestriges” (= trance, rave etc), einigen war meine musik eh nicht ansatzweise minimal genug, ein paar war die musik nicht cool genug, eingen fehlte “lo fi”, anderen war es nicht elektronisch genug, manche vermissen die funktionalität für den club, sehr sehr viele wollen lieber redemption 3.0, wieder andere auf gar keinen fall mehr diese “billigen 90er beats”…
nun hätte ich natürlich für euch alle auf das album je einen rave-, einen trance-, einen hardtrance-, einen minimal-, einen breakbeat-, einen dubstep-, einen ambient-, einen new wave-, einen nu rave-, einen drum&bass-, einen electronica-, einen gitarren- und einen pop-song packen können… zufrieden wäre dann allerdings NIEMAND gewesen
für mich ist es wichtig wieder einen sound gefunden zu haben, der mir spass macht und mit dem ich ein ganzes album füllen konnte… was nicht heissen soll, das weitere releases exakt wie THIRTEEN STORIES klingen werden… es wird definitv änderungen, entwicklungen, neuerungen geben, aber es tut mir leid, wenn ich micht dazu nicht an 100 meinungen halten werde, denn dann müsste es auch jeweils 100 mixe geben
es würde mich dennoch freuen wenn viele von euch mir weiterhin folgen würden
und natürlich lese ich mir hier nichtsdestotrotz gerne eure meinungen, kritiken und anregungen durch – denn das war ja von anfang an der gedanke hinter diesem blog… cheers!
22. May 2009 at 11:14
Rolf, du machst das echt richtig!
bin echt gespannt, was da noch so kommen mag.
Künstler müssen ihren eigenen Weg gehen.
22. May 2009 at 13:19
ui. da muss ich jetzt hier mal ein ebenso langes Statement posten.
Bin nicht so oft hier. kommentiere jetzt auch erst Rolfs Post vom 20.5. Die neuen muss ich erstmal lesen.
da ich alle 3-4 Monate mal emailkontakt mit Farid habe finde ich es
schade´ das meine Frage dazu geführt hat das wieder solche Themen aufgekommen sind.
Ich finde diese Nachtreterei einfach doof. Auch ich hab schon viele Platten verkauft
und mich aus einem Duo verabschiedet. das geht doch auch alles etwas sauberer.
@Rolf Bei aller Liebe zum Projekt RMB kann ich den Kommentar leider nicht so richtig
nachvollziehen. Einerseits sagst du dass du
die Vergangenheit ruhen lassen möchtest andererseits machste Andeutungen zur
Aufgabenteilung zwischen euch.
Damit hatte meine Frage aber nicht viel zu tun.
Es ging mir nur um das Musikgenre. du schreibstdass du ohne Farid Gabba/Rave
gemacht hast dann hast du “während der RMB Zeit” — also ja mindestens 10 Jahre “keine Musik gehört”
und hättest ohne Farid vielleicht weiter sowas gemacht wie RMB trax. (meine Mutmaßung) Er hat deinen Horizont also
vielleicht auch zwangsweise erweitert und gemeinsam habt Ihr das Projekt RMB
fortentwickelt. Nun da du dein Soloalbum -per mailorder- veröffentlichst machst du genau die Musik
die du selber nicht mochtest, die also Genretechnisch(!) durch die Partnerschaft mit Farid
entstanden ist. Das ist eigentlich völlig ok und deine Angelegenheit, aber es könnte doch
viel unkomplizierter sein.
Unterm Strich könntest du -finde ich- anerkennen dass die Zusammenarbeit
mit Farid Dich musikalisch weitergebracht hat. Ihn ja sicher umgekehrt auch und es
istmerkwürdig einerseits Interviews unter “formerly RMB” zu geben und andererseits
gegen Farids musikalische Anteile zu schiessen.
Cool ist das nicht und ich wollte hier auch bloß nicht eine Diskussion dazu lostreten.
Nur wenn man über zehn Jahre gemeinsame Sache macht u sehr viel Musik veröffentlicht
geht man immer Kompromisse ein. Das liegt in der Natur der Sache und hat RMB doch ausgemacht.
Wenn ich mir Farids aktuelle Sachen anhöre und deine höre ich sehr wohl wie ihr noch heute
“gemeinsam” klingen könntet.
Das soll jetzt keine Mutmaßung seinaber auch ich und mein Partner hatten unsere Arbeitszeit aufgeteilt.
Aber zehn Stunden jeden Tag zehn Jahre lang im Studio hört sich doch eher nach “optimiert” an.
Ohne meinen Partner wäre die gemeinsame Musik nicht vermarktet worden er hatte alle Kontakte
und das nötige Gespür für die richtige Musik oder den richtigen Mix zur richtigen Zeit. Ebenso war er im Studio
für mich ein unbezahlbarer Partner selbstwenn ich mehr an Sounds gebastelt habe als er. who cares?
Denn wen interessierte mein Gebastel wenn es nicht zu einem Song wuchs oder anständig veröffentlicht wurde.
Einen Majorplattenvertrag hat nicht jeder bekommen. nach 2000 gar nicht mehr.
Durch ihn habe ich jedenfalls meinen Horizont erweitert und ohne sein Fingerspitzengefühl was Arrangement und
Melodien anging, wär ich wahrscheinlich zu blockiert gewesen das Richtige auch fortzuführen.
Trotzdem haben wir uns vor Jahren getrennt und man merkt das auch musikalisch.
Wir sprechen aber beide sehr gut voneinander-
So, jetzt bin ich auch wieder in dieses Thema gerutscht, Genau das wollte ich nicht.
Hab mich im Fanboard bisher aus allem rausgehalten.
22. May 2009 at 13:28
möchte jetzt schnell noch was ergänzen
Der Vergleich Outkast/Rap/Reality hinkt sehr, find ich
Outkast, Massive Attack oder sonst wer haben ja nicht primär mit RAP zu tun.
Ich schätze Produktionen von euch wie das langsame Reality
uvm sehr und mir ist klar dass solche Musik nur durch Eure Partnerschaft möglich wurde.
Dass du dann unter “rolf” auch langsame ambientlastige Sachen machst ist erst recht wenn man Deinen Kommentar
betrachtet komisch wenn Du derjenige von euch warst der lieber schnelle- sagen wir 150BPM Tracks abliefern wollte-
(um mal das Wort Rave nicht zu benutzen)- das ist meine Aussage gewesen.
Damit ich hier nicht von euch auf die mütze bekomm: rolf kann machen was er will. Als Musikproduzent ist man aber
immer auch Opfer seiner Entwicklung und es macht aus meiner Sicht wenig Sinn einen Spagat zwischen 1993 und
2009 zu versuchen und gleichzeitig so zu tun das man in der Zeit dazwischen keinen Weitblick besaß sich
also aus vielen Gründen in eine Partnerschaft begab und jetzt wenn man auch aufgrund dieser Partnerschaft einen anderen Geschmack entwickelt
hat so zu tun als ob man genau diese nie gebraucht hätte. Das hinkt einfach. Das hat doch keiner der beiden nötig. Konnte ich
mich verständlich machen?
Amen.
@julian habs nur auf tape und besitze kein hifi taperecorder mehr. habs mir auf nem tragbaren camping Gerät angehört.
Also kein File möglich. oder ich schick die cassette.
22. May 2009 at 13:42
Rolf, ich folge dir bereits seit 15 Jahren (wie klingt denn das), wenn auch mit einer Pause nach du weißt schon wann, und sehe bisher keinen Grund damit aufzuhören. Wieder zu dir gefunden hatte ich übrigens (okay, und wie klingt das erst) nachdem ich etwas zu komprimiertem Sound und loudness war recherchierte; seitdem habe ich dein Blog abonniert. Um so mehr hat es mich denn auch sehr gefreut und mir gefallen, von dir zu hören (also Musik, langsam klingt das echt alles sehr merkwürdig) – und zwar genau so, wie klingt. Es ist schön, dass du die Musik so machst, wie sie dir gefällt, da schließe ich mich TobyL an.
(Sollte ich aber bei dem ich-hätte-gerne einsteigen… Du produzierst so einen sauberen Sound (die nehme ich immer wieder gerne als Referenz bei Referenzkopfhörern), mich würde da interessieren, wie ein Dubstep-track von dir klingen würde (gib’s zu, du bist Burial bei Nacht). Müsste ja auch kein Album sein ;))
Übrigens, die E-Mail-Adresse für Remix requests von Trentemøller lautet remix(at)s-e-n(dot)biz (ist öffentlich). Ich schreibe ihm gerne.
22. May 2009 at 13:49
@pete: digitalisieren wäre kein problem. näheres gerne unter julian(punkt)schuster(at)gmx(punkt)de
24. May 2009 at 14:19
@ Rolf .20 may
habe aber die Befürchtung mit dancelastigen remixen das zu verlieren, was ich mit diesem Album aufzubauen beginnen möchte.
-ich verstehe es so dass du zwar nicht gegen dancegen sachen bist (was vielleicht kommerzieller wäre)
aber du willst schon öffentlich eher in Richtung - “Erlebnismusik gehen (also sinnlicher) ”
wie wärs denn mit einem 2tem Projekt eins so und das andere anders,
hab gelesen das für 13 stories ca 30 tracks zur auswahl standen.
( und wieviele solcher “Komma Patienten” hast du noch ?)
denn es hört sich an - als ob du selber zum teil gegen deinen eigenen Musikgeschmack kämpfst ( oder es selbst einschränkst)
- ich kann natürlich net abschätzen wieviel mehr Aufwand das mache,
ist aber gute möglichkeit um mehr hörer zu “befriedigen”
24. May 2009 at 19:42
boah ihr könnt auch n thema totreden?
24. May 2009 at 23:35
YES WE CAN!
30. May 2009 at 22:03
Talk about relisten value.. THIRTEEN STORIES is still the album of choice when I bicycle to work. That’s 20 minutes to get there plus 20 minutes to get back home. And that’s not counting what I play at home, of course. So thanks Rolf, and hope there’s more to come!
03. June 2009 at 20:58
Also, ich finde, Du hast das schon alles richtig gemacht, Rolf.
Es ist schwer es immer allen recht zu machen - das ist mit Songs genauso wie mit Artikeln *g Daher ist es am besten, man macht es wirklich so, dass man es selbst mag. Klar, dass Dich aber viele in die Grenzen von damals reinpressen wollen. Seltsamerweise habe ich mir “Thirteen Stories” aber ungefähr so vorgestellt, wie es geworden ist. daher bin ich voll zufrieden und meine Erwartungen wurden mindestens erfüllt. Wenn nicht übertroffen. Die meiste elektronische Musik heute ist sehr vorhersehbar und klingt immer gleich. Die Songs auf der CD entwickeln sich und das Album ist in der Tat ziemlich zeitlos. Bin gespannt, wie es weiter geht und was man in den nächsten Jahren hören wird.
Bis dahin bedanke ich mich auf diesem Weg nochmal für das oben genannte Interview
05. June 2009 at 12:59
ich habe die interview posts mal zusammen gelegt… die letzten beiden comments des gelöschten thread hänge ich hier mal an:
# 4th Level Says:
28. May 2009 at 22:29
My opinion: evolution is interesting from a collectors point of view.
But real evolution is your newest material.
Its a comparision like stone age to present area for me.
So carry on.
# QdK Says:
30. May 2009 at 23:43
In a previous post, I mentioned RMB’s Troubled as my favorite track. Loved the fast-changing melodies, themes, overall fast-pacedness. Loved that the same tone ladders (or whatever it’s called by pros) at 3:10 and 4:33 of that song were slightly differently organized.
Experimentally, I listened to State of Flux and then Troubled. It made me understand why some (electronic music loving) friends reacted not as enthusiastic as I’d expect to the sound of Troubled. The two songs, and albums they belong to, are in an entirely different leage.So, I’d say it’s more revolution than evolution. THIRTEEN STORIES has broken at least all of my replay rules. The album, to me, took a little time of voluntarily accustomization, and was subsequently fixated as must-listen material.
Yannick, in my view, has a point though. Trance has mellowed out to a single synth and sound, as had drum’n’bass (which is now largely regarded a music failure). There’s still a lot of power in the old songs though; Hardsequencer, Remarc and RMB spring to my mind instantly, as are the old demo scene groups Trident and Future Crew. But this is yearning for the past, yearning for things that seemed incredible at the time, through which maybe even yearning for a more primitive era is justified: wowing something was far easier since the result was so much more difficult to achieve at that time. Think buying expensive analog equipment or samplers, working out the 3D equations you can now simply leave to OpenGL etcetera.
I genuinely love the new Rolf sound. So much so, that I’d pay for the album before having heard absolutely anything what was on it. However, old style and new style may mix in interesting ways. The power of the old stuff, and the delicacy of the new stuff isn’t separated, there isnt’t even a fine line defining the difference. There’s always room for subtlety in a powerful piece, power to be shown in a subtle piece. THIRTEEN STORIES has proved it.